150 Oberbürgermeister zu Gast im Ruhrgebiet Themen: Stadtumbau, Tourismus und Bildung
Essen, die frisch gekürte „Europäische Kulturhauptstadt 2010“, ist vom 13. bis 15. September 2006 Schauplatz des sechsten Kongresses der Stiftung „Lebendige Stadt“. Themen des internationalen Symposiums: Stadtumbau, Tourismus und Bildung. Nach dem großen Erfolg ihres letztjährigen Symposiums in der Münchner Allianz Arena rechnet die „Lebendige Stadt“ auch in Essen mit weit über 500 Teilnehmern aus zehn Ländern, darunter etwa 150 Oberbürgermeister und kommunale Spitzenvertreter. Schauplätze der internationalen Städtetagung mit dem Titel „Stadt im Wandel“ sind die Philharmonie, das Colosseum-Theater und das Unesco-Weltkulturerbe „Zeche Zollverein“ – samt Besichtigung und Führung durch die internationale Design- und Architekturausstellung „Entry 2006“.
Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger blickt dem Kongress „Stadt im Wandel“ bereits mit großer Vorfreude entgegen. „Ich bin glücklich, dass die Stiftung Lebendige Stadt in diesem Jahr mit so vielen Gästen nach Essen kommt. Das gibt uns die großartige Gelegenheit, Essen als lebendige und lebenswerte Kulturmetropole im Ruhrgebiet zu präsentieren.“
Zu den Referenten zählen u.a. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee, der Düsseldorfer Stararchitekt Christoph Ingenhoven, der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, E.on-Vorstand Dr. Johannes Teyssen, CSU-Generalsekretär Dr. Markus Söder, Stage-Entertainment-Vorstand Maik Klokow, NRW-Bauminister Oliver Wittke sowie die Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger (Essen), Joachim Erwin (Düsseldorf), Ernst Küchler (Leverkusen) und Alexander Tschäppät (Bern).
„Wir freuen uns sehr, dass wir schon in diesem Jahr zeigen können, welche kulturellen Highlights Essen als Kulturhauptstadt zu bieten hat“, sagt Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der „Lebendigen Stadt“. Drei Schwerpunktthemen bestimmen den Essener Stiftungskongress: Stadtumbau und Revitalisierung (14. September), Bildung und Wissenschaft (14. September) sowie Tourismus (15. September). Neben dem Strukturwandel im Ruhrgebiet geht es dabei unter anderem darum, was zeitgenössische Architektur in alten Städten leistet. Wie Industriekultur als Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft fungieren kann. Ob Public-Private-Partnership-Modelle im Schulbau ein Weg aus der Haushalts- und Bildungsmisere sind. Und was Touristen von Städtereisen erwarten.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee auf Zollverein
Höhepunkt wird das Referat von Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee am Freitag, 15. September, in der Zeche Zollverein sein. Thema: Zollverein Essen – von der Zeche zum Design-, Kultur- und Wirtschaftsstandort. Im Anschluss daran steht – ebenfalls auf Zollverein – die Besichtigung der „Entry 2006“ auf dem Programm, einer Ausstellung für Architektur- und Design, konzipiert von international renommierten Kuratoren aus den USA (MoMa) und Deutschland. Gezeigt werden über 300 Objekte aus mehr als 20 Ländern.
Kulturelle Qualitäten des Ruhrgebiets
„Kulturhauptstadt Essen – damit ist die Lebendige Stadt wieder zur rechten Zeit am richtigen Ort“, freut sich Stiftungsvorstand Dr. Andreas Mattner. Pünktlich zum Kongress im September wird die Ruhrgebietsstadt ihre kulturellen Qualitäten voll ausspielen. Das unter Denkmalschutz stehende Colosseum wartet mit einem Musicalprogramm der Spitzenklasse auf. Die zum Unesco-Weltkulturerbe geadelte Zeche und Kokerei Zollverein wird sich als herausragende Kulturstätte präsentieren – mit Design-Zentrum und Design-Hochschule, Künstlerateliers und Ausstellungshallen, Denkmalpfad und Skulpturenpark, Kunstschacht und Gastronomie. Und die internationale Design- und Architekturausstellung „Entry 2006“ schließlich wird Architekten und Städtebauer aus aller Welt nach Essen locken.
Soul und Musical-Klassiker
Umrahmt werden die Themenblöcke an allen Veranstaltungstagen von einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Kulturprogramm. So besteht die Möglichkeit, am Mittwochabend, 13. September, zum Auftakt des Kongresses in der Philharmonie ein Konzert mit der stimmgewaltigen Soulsängerin Jocelyn B. Smith zu besuchen. Im Rahmen eines bunten Gala-Abends bittet die „Lebendige Stadt“ dann am Donnerstagabend, 14. September, im Foyer des Colosseum-Theaters zum Dialog zwischen Wirtschaft, Politik, Kultur, Wissenschaft und Kommunen – kulturell untermalt durch Szenen aus Musical-Klassikern. Ein besonderer Höhepunkt und Abschluss des Kongresses ist schließlich ein großes Event am Freitag, 15. September, im Design-Zentrum auf Zollverein in einzigartiger Atmosphäre mit der „Abba Revival Band“ und „Wayne Morris Band“.
Förderung der europäischen Stadtkultur
Der Essener Kongress „Stadt im Wandel“ ist bereits die sechste Stiftungsveranstaltung dieser Art: 2001 tagte die „Lebendige Stadt“ im NRW-Forum in Düsseldorf, 2002 in der Autostadt Wolfsburg, 2003 in den Leipziger Messehallen, 2004 im Hamburger Hafen und im vergangenen Jahr in der Münchner Allianz Arena. In der gemeinnützigen Stiftung „Lebendige Stadt“ arbeiten seit dem Jahr 2000 Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt der europäischen Städte zu fördern. Bisher hat die „Lebendige Stadt“ ein Fördervolumen von über 18 Millionen Euro für Stadtkultur in Europa bewegt – so etwa für die künstlerische Illumination der Hamburger Speicherstadt, für die Effektbeleuchtung der Hochöfen im saarländischen Neunkirchen, für die künstlerische Neugestaltung des Nikolaikirchhofs in Leipzig oder für die Verschönerung des Jungfernstiegs in Hamburg. Außerdem verleiht die „Lebendige Stadt“ jedes Jahr den mit 15.000 Euro dotierten Stiftungspreis. Das Thema des Preis-Wettbewerbs 2006 lautet: „Der beste Spiel- und Freizeitplatz für Kinder und Jugendliche“. Nähere Informationen zur Stiftung und zum Kongress „Stadt im Wandel“ in Essen sowie die genauen Anmeldemodalitäten gibt es im Internet unter www.lebendige-stadt.de.
Essen / Hamburg, 10. August 2006
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