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Berlin, 22. Mai 2009 -
Feierliche Premiere in Berlin: Mit einem
Festakt ist am Freitagabend in Berlin
anlässlich des 60. Gründungstages der
Bundesrepublik Deutschland die neue
dauerhafte Gesamtillumination des
Reichstagsgebäudes eingeweiht worden.
Die künstlerische Illumination ist ein
Geschenk der Gemeinschaftsinitiative der
Stiftung „Lebendige Stadt“, der Stiftung
Zukunft Berlin sowie der Sparkassen, die
die Kosten der Installation in Höhe von
rund einer Million Euro übernommen
haben. Schirmherr ist
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert
Lammert, der mit seinem Knopfdruck die
rund 400 Leuchten einschaltete und das
Reichstagsgebäude in ein warmweißes
Licht tauchte. Das neue
Illuminationskonzept zeichnet die
architektonischen Konturen und
historischen Formen des Gebäudes
würdevoll und sensibel nach und
entspricht aufgrund eines niedrigeren
Energieverbrauchs zugleich auch
ökologischen Anforderungen. Durch den
Einsatz modernster Beleuchtungstechnik
können künftig durchschnittlich 60
Prozent Energie oder 33 Tonnen CO2 pro
Jahr eingespart werden.

Mehr als 3.600 geladene Gäste kamen am
Freitagabend zur Einweihung der
Illumination vor der Westfassade des
Reichstagsgebäudes zusammen – darunter
Bundesminister, Ministerpräsidenten
sowie Mitglieder der Bundesversammlung,
die am Samstag den Bundespräsidenten
wählen werden. Auf Einladung der
Sparkassen nahmen auch rund 1.600
Bürgerinnen und Bürger aus allen Teilen
Deutschlands an der
Illuminations-Premiere teil.
„Das Zusammenfallen von 60 Jahre
Bundesrepublik Deutschland und 200
Jahren Sparkassen im Jahr 2009 war für
uns Anlass zu einem Dank an die
Bundesrepublik Deutschland. Wir tun
dies, indem wir finanziell ermöglichen,
das entscheidende Gebäude der deutschen
Demokratie dauerhaft ‚ins rechte Licht’
zu rücken“, sagte Heinrich Haasis,
Präsident des Deutschen Sparkassen- und
Giroverbandes.
Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender
der Stiftung „Lebendige Stadt“, betonte
den Vorbildcharakter dieses Projekts:
„Das Reichstagsgebäude soll ein
leuchtendes Beispiel dafür sein, wie man
mit weniger Energie mehr städtebauliche
Qualität erreichen kann.“
„Die neue Beleuchtung soll die
herausragende Position des
Reichstagsgebäudes in der Berliner
Stadtlandschaft noch verstärken – als
der wichtigste gemeinsame Ort für die
Deutschen aus allen Teilen des Landes“,
sagte Volker Hassemer,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung
Zukunft Berlin.
Das Illuminationskonzept stammt von dem
renommierten Hamburger Lichtkünstler
Michael Batz, der sich im vorigen Sommer
in einem bundesweiten Wettbewerb mit
seinem Entwurf durchgesetzt hatte. Die
künstlerische Leitidee des
Siegerentwurfs besteht in der Synthese
von architektonischer Identität,
städtebaulicher Qualität, demokratischer
Symbolik und zeitgemäßem Design.
Konzentrierte sich die bisherige
Beleuchtung allein auf das
Eingangsportal, werden nun erstmals alle
vier Fassadenseiten, die Freitreppen und
Dachskulpturen illuminiert. Die
Grundfarbe der 400 Strahler ist ein
warmes weißes Licht, Ornamente und
symbolhafte Fassadenelemente werden
akzentuiert. Das Ergebnis ist ein
unaufdringliches und würdevolles Bild
des Reichstagsgebäudes in seiner
stadträumlichen Umgebung. Um
verschiedenen Anforderungen und Anlässen
gerecht zu werden, hat Batz insgesamt
drei verschiedene Lichtszenarien
entworfen.
Auch aus ökologischer Sicht setzt die
Illumination neue Maßstäbe. Neben einer
großen Zahl von LEDs kommen auch moderne
Metallhalogendampflampen (MHD) zum
Einsatz. Teils als Bodeneinbauleuchten
im historischen Charlottenburger
Pflaster, teils unmittelbar am Gebäude
in bis zu 45 Metern Höhe installiert,
erfüllen sie höchste Ansprüche. So könne
der Bundestag mit der neuen Illumination
seinen bisherigen Energieverbrauch für
die Außenbeleuchtung reduzieren, sagte
Philips-Lichtvorstand Robert Pfarrwaller.
Die durchschnittlichen Energiekosten pro
Stunde lägen künftig bei 1,09 Euro.
Und nicht nur beim Stromverbrauch
erweist sich das neue Licht als sparsam:
Auch die Wartungskosten sind durch die
lange Lebensdauer der eingesetzten
Lampen gering. Zu diesem Zweck werden
Leuchtdioden mit besonders langer
Betriebsdauer von mindestens 50.000
Stunden eingesetzt.
Die Idee zu dem künstlerischen
Beleuchtungskonzept geht zurück auf die
zeitweilige Illumination des
Reichstagsgebäudes durch die Stiftung
„Lebendige Stadt“ während der
Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Viele
Menschen hatten daraufhin den Wunsch
geäußert, die herausragende Stellung des
Gebäudes im Parlaments- und
Regierungsviertel der Hauptstadt mit
einer dauerhaften Gesamtillumination zu
betonen. Dieser Wunsch ist nun dank der
Gemeinschaftsinitiative der Stiftung
„Lebendige Stadt“, der Stiftung Zukunft
Berlin und der Sparkassen-Finanzgruppe
Realität geworden.
Das Berliner Reichstagsgebäude wurde
zwischen 1884 und 1894 nach den
Entwürfen des Architekten Paul Wallot
errichtet. Nach dem Umbau durch den
britischen Architekten Sir Norman Foster
ist das Gebäude seit April 1999
offizieller Sitz des Deutschen
Bundestages.
Stiftung „Lebendige Stadt“
Die Stiftung „Lebendige Stadt“ verfolgt
das Ziel, die Zukunft unserer Städte
aktiv mit zu gestalten. Dies tut sie
seit dem Jahr 2000 durch die Initiierung
und Förderung nachahmenswerter urbaner
Projekte, die zu mehr kultureller
Vielfalt und Lebendigkeit beitragen.
Dafür engagieren sich in der Stiftung
bekannte Persönlichkeiten aus Kultur,
Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und
Medien.
www.lebendige-stadt.de
Stiftung Zukunft Berlin
Die Stiftung Zukunft Berlin engagiert
sich für die Zukunft der deutschen
Hauptstadt und deren Platz in Europa.
Sie versteht sich als bürgerschaftliche
Initiative, getragen von
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur,
Wissenschaft und Politik. Sie ist eine
gemeinnützige, politisch unabhängige und
operativ arbeitende Stiftung.
www.stiftungzukunftberlin.eu
Sparkassen-Finanzgruppe
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband
ist der Spitzenverband der
Sparkassen-Finanzgruppe. Er vertritt mit
den 438 deutschen Sparkassen sowie
zahlreichen weiteren
Finanzdienstleistungsunternehmen die
größte Finanzdienstleistungsgruppe
Deutschlands.
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