Lebendige Stadt
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Aktuelle Informationen zum Krupp-Park

 

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04. Juni 2009 - Zwei Jahre sind seit dem Baubeginn für den Krupp-Park vergangen. 430.000 m3 Erdmasse waren nötig, um den von kiparlandschaftsarchitekten entworfenen Park der fünf Hügel („Five Hills“) am Krupp-Gürtel zu gestalten. 116.000 m2 Fläche hat der Park. Er grenzt an den Stadtteil Altendorf und das noch im Bau befindliche ThyssenKrupp Quartier.
In direkter Nähe, auf dem Gelände des heutigen Real-Standortes, ist ein
neues Wohnquartier geplant. Raumplanerisch werden in dem Quartier
zwischen Altendorf und Innenstadt damit ganz neue Akzente gesetzt.
Als attraktiver Ausflugspunkt wird der Park zukünftig direkt an die neue
Fahrrad- und Freizeittrasse der ehemaligen Rheinischen Bahn angeschlossen.
Im August wird der Krupp—Park eröffnet. Er wird dann eine neue Attraktion
für unterschiedliche Nutzergruppen sein.

Aktuell sind schon die Hauptwege im Hochtal und um die Wasserfläche
sowie die Höhenwege gut erkennbar. Baumreihen aus Säuleneichen auf den
Hügeln. betonen die fünf Hügel noch einmal besonders und verstärken den
topographischen Eindruck.
Am südlichen Ende des Parks, auf dem höchsten der fünf Hügel, ist die
Aussichtsplattform zu finden. Die 9.100 m2 große Wasserfläche ist
ausgehoben, der Untergrund ist hergerichtet. Im Sommer wird der See mit
Wasser gefüllt werden. Die mehr als 150 Meter lange, begehbare
Lärmschutzgabionenwand zwischen der Wasserfläche und dem Berthold
Beitz-Boulevard wird gerade aufgebaut. Alle Flächen für Fitness-, Spiel- und
Multifunktionsflächen werden zurzeit vorbereitet. Im Juni wird unter
Beteiligung von Kindern der Grundschule Markscheide, der Gesamtschule
Bockmühle und der Hauptschule Bärendelle der Waldspielplatz gebaut.

Das Engagement der Stiftung „Lebendige Stadt“
Für den Krupp-Park spendet die Stiftung „Lebendige Stadt“ Bäume und
Sträucher im Wert von 150.000 Euro. Die Stiftung unterstützt
herausragende Grünprojekte in Städten. Das Geld ist für die Bewaldung des
Krupp-Parks vorgesehen. Für den Waldbereich des nördlichen Parks werden
daraus rund 18.000 Bäume und Sträucher finanziert. Zusätzlich spendet die
Stiftung 324 größere Bäume. Ausschlaggebend für die Förderung durch die
Stiftung war das Konzept für den Krupp-Park. Dr. Andreas Mattner,
Vorstandsvorsitzender der Stiftung “Lebendige Stadt“: „Für die Stiftung
‚Lebendige Stadt‘ ist der Krupp-Park aus zwei Gründen ein Best-Practice
Beispiel, das wir gerne fördern: Der Krupp-Park, mit seinen innerstädtischen
Wald- und Parkflächen, wird nicht nur nachhaltig Luft und Klima positiv
beeinflussen und als attraktive Freifläche dienen, sondern auch umliegende
Quartiere aufwerten und mehr innerstädtische Lebensqualität schaffen. Die
Beteiligung von Beschäftigungsträgern bei der Realisierung wird zudem
Arbeitslosen eine Chance bieten.“ Realisiert wird die Bepflanzung des Krupp-Parks z.B. gemeinsam mit dem Beschäftigungsträger EABG.

Oberbürgermeister Dr. Reiniger: „Ich danke der Stiftung für ihr
außerordentliches Engagement im Krupp-Park. Mit den zur Verfügung
gestellten Bäumen können wir in Essen einen außergewöhnlichen
innerstädtischen Waldpark realisieren, an dem sich noch viele Generationen
von Essenerinnen und Essenern erfreuen werden.“

Hintergrundinformationen
Der Krupp-Park entsteht am Westrand des Krupp-Gürtels, Essens
bedeutendstem Zukunftsstandort in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt.
Die ehemalige Industriebrache wird zurzeit in massivem Ausmaß
umgestaltet, um Raum für Neuansiedlungen von Unternehmen und
Wohnquartieren zu schaffen.

Beim Entwurf des Krupp-Parks wurde ein hoher Anspruch an die Ästhetik
der Landschaftsarchitektur gestellt. Er zeichnet sich vor allem durch die
Leichtigkeit seiner Formen aus. Als Freizeit— und Erholungsraum eröffnet er
den unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen Erholungs-, Freizeit- und
Spielmöglichkeiten. Er bietet Bürgerinnen und Bürgern in großen Bereichen
Schutz vor Lärm, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und verbessert das
Stadtklima. Der Park schafft ein angenehmes Umfeld für die alten und
neuen Wohn- und Bürostandorte.

Planungskonzeption für den Krupp—Park
Das Büro KLA - kiparlandschaftsarchitekten (Mailand / Duisburg) hat den
Entwurf für den Krupp-Park Nord erarbeitet.
Er geht vom landschaftsästhetischen Leitbild des Hochtals aus.
Das Hochtal beginnt im Süden und schlängelt sich langsam bergab Richtung
Rheinische Bahn (Pferdebahnstraße). Es wird rechts und links von einer
Kette von fünf sanft geformten Hügeln begleitet. Die Hügelkette beginnt
mit dem höchsten Hügel an der Kreuzung Altendorfer Straße 1 Berthold
Beitz-Boulevard. Dieser erreicht 72 Metern Ü.NN und ragt bis zu etwa
12 Metern aus dem Gelände heraus. Kurz vor der Rheinischen Bahn endet
das Hochtal an einer Wasserfläche.

Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger
Eine grundlegende Philosophie bei der Planung und Umsetzung des Krupp
Parks besteht darin, die Menschen, die den Park später nutzen, bereits jetzt
in den Prozess mit einzubeziehen. Kinder und Jugendliche haben sich im
Rahmen des Projekts „Heimatgefühle“ unter anderem an der Gestaltung der
Spielbereiche beteiligt. Bei Pflanzaktionen hatten Bürgerinnen und Bürger
die Möglichkeit, selbst ein Stück Park anzulegen. Spielplatzpatenschaften
sollen das Verantwortungsgefühl für den Park stärken.

Zahlen und Daten zum Krupp—Park

  • Insgesamt wird der Krupp-Park nach seiner Fertigstellung 20 Hektar
    groß sein. Der gerade im Bau befindliche nördliche Park hat eine
    Fläche von 12 Hektar.
  • Die Nord-Süd-Ausdehnung des Nordparks beträgt 700 Meter.
    Der gesamte Park (Frohnhauser Straße bis Rheinische Bahn) wird am
    Ende eine Nord-Süd-Ausdehnung von 1,3 Kilometer haben.
  • Die Ost-West-Ausdehnung des Krupp-Parks liegt zwischen 135 Metern
    und 215 Metern.
  • Für den Bau werden 290.000 m3 Erdmasse, die beim Bau des
    Berthold-Beitz-Boulevard und des ThyssenKrupp Quartiers angefallen
    sind, wiederverwendet. Etwa 140.000 m3 Rekultivierungsboden
    werden neu angeschüttet.
  • Im nördlichen Krupp-Park entsteht eine 9.100 m2 große Wasserfläche
    mit 14.000 m3 Stauvolumen. An der tiefsten Stelle wird der See etwa
    drei Meter tief sein.
  • Direkt am See entsteht eine 800 Quadratmeter große Platzfläche, die
    leicht über die Wasserfläche ragt.
  • Parkeröffnung: 22. August 2009
  • Kosten: 6,1 Millionen Euro
    finanziert aus Mitteln der Stadt Essen, aus Mitteln der
    Städtebauförderung des Bundes und des Landes NRW, der Stadtwerke
    Essen und der Emschergenossenschaft.

Pressekontakt
Stadt Essen,
Presse- und Kommunikationsamt,
Rathaus Porscheplatz,
45121 Essen

Brigitte Brenneke
Telefon: +49 (0)201/88 88770, Mobil: ÷49 (0175) 4306106
Email: brigitte.brenneke@presseamt.essen.de

Jeanette Kern
Telefon: ÷49 (0)201/88 88775,
Email: jeanette.kern@presseamt.essen.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.krupp-guertel.de