Lebendige Stadt
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Informationen zu dem Projekt „Stadt der Zukunft“

P4 Projekt „Stadt der Zukunft“ an der HCU Hamburg, Projektteam: Julia Henkel, Kathrin Franke, Toya Engel.

Utopia ist schon seit fast einem halben Jahrtausend die Quelle der Inspiration. Diverse Schriftsteller, Philosophen, Sozialreformer und Architekten/Planer bedienten sich solcher Bilder und Ideen. Auch in der heutigen Zeit begegnen uns utopische Bilder von Städten, aber in etwas anderer Form. Während in früher Zeit Schriftsteller, Soziologen oder auch Philosophen die utopischen Gedanken mit konkreten Vorstellungen publizierten, sind es seit der Renaissance vermehrt Planer und Architekten, die in ihren Entwürfen Utopien zeichnen.

Im Laufe der Zeit sind diverse utopische Entwürfe entstanden und konfrontieren die Menschen immer wieder auf´s Neue mit dem Thema Zukunft. Direkt wahrzunehmen sind diese Utopien über die Jahrzehnte hinweg in der Literatur, der Kunst sowie neuzeitlich in Filmen und der Computerwelt. Doch wie sieht es in der Realität aus? Sind die Utopien heute nur ein Gedankengut, welches übertriebene Wunschbilder für eine unbestimmte Zukunft widerspiegelt? Oder spielen sie nicht doch eine wesentliche Rolle für die Entwicklung der Menschheit und gehen eher nur immer mehr im Sprachgebrauch unter? Nicht nur die Feststellung, dass Utopien in dem Studiengang Stadtplanung zu kurz kam oder nicht beim Namen genannt wurde, sondern auch die Frage „Was für eine Rolle die Utopien in der Stadtplanung spielen?“ führten zu diesem Projekt.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation wie schrumpfende Städte, einem „Mega- Urbanismus“, oder der spezifischen Herausforderungen der Städte in den Entwicklungsländern zeichnet sich ein Bild der vielfältigsten Aufgaben der heutigen Planung ab. So werden nicht nur auf kleinräumlicher Ebene spezifisch städtische Probleme angegangen, sondern auch immer mehr globale Herausforderungen wie z.B. Klimawandel, Ressourcenknappheit oder Globalisierung miteinbezogen. Zur Lösung dieser Aufgaben stützen sich die Planungen auf diverse Trends, die als Basis zukunftsfähiger Konzeptionen und Entwürfe dienen. So lässt sich die These aufstellen, dass in dem heutigen Planungsgeschehen der utopische Aspekt kaum noch in Erscheinung tritt und nur noch etwas für Träumer wäre. Doch ganz ohne utopische Orientierung wird es wohl auch nicht gehen. D.h., dass es womöglich eine andere Form der Utopien geben muss, dessen neue „Gestalt“ zu prüfen ist.

Das weitere Vorgehen des Projektes erstreckt sich von der Zielkonkretisierung bis hin zu der Umsetzung des Gedankenaustausches der Gruppe in textlicher und graphischer Art und Weise. Das entstehende Endprodukt in Form eines Berichtes wird neben analysierten Gegebenheiten entweder eine entwerferische Darstellung oder Handlungsempfehlungen enthalten, welches sich noch im Laufe der Arbeit herausstellen wird. Bis dahin werden noch weitere Interviews mit Experten, sowie ein selbst ausgeschriebener Wettbewerb „Newtopia - Future City
2088“ durchgeführt.

Der Grund für diesen Wettbewerb lag in der Tatsache, dass es heute kaum mehr eine „Future City“ als Gesamtkonzept gibt. Dieses gilt es u.a. auf den Grund zu gehen. Dabei soll verdeutlicht werden, wie die „Planer“ von heute sich die Stadt oder Stadt“bereiche“ von morgen vorstellen.
Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden im Anschluss den Erkenntnissen des Projektes gegenübergestellt, um z.B. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu den Zukunftsvisionen von „Damals“ aufzuzeigen. In diesem Sinn ist es von besonderer Bedeutung, wie die Utopie als Mittel eingesetzt wird: als Gegenentwurf zur heutigen Ordnung/Gesellschaft, als Fortführung von Entwicklungen oder aber als Antiutopie. Des Weiteren spielen die bevorzugten Aspekte eine wesentliche Rolle. Neben dem Bereich des Wohnens gibt es z.B. noch den Verkehr, die Umwelt, Gesundheit, Freizeit und Gesellschaft. Ferner soll der Wettbewerb die Wichtigkeit der Utopie im fachspezifischen Entwurf aufzeigen, um z.B. das Ausmaß – seien es nur Ansätze oder gar weit reichende Anwendungen - der Utopie in den Bereichen zu verdeutlichen.

Dieser Wettbewerb bietet die Möglichkeit sich der Herausforderung von „Future City“ zu stellen und kreative Ideen, den freien Geist auf das Papier zu bringen.

 

„Newtopia-Future City 2088“ - Das Projektteam:
 

v.l.n.r.: Kathrin Franke, Julia Henkel und Toya Engel

Projektseite: bitte hier klicken.