Lebendige Stadt
ImpressumDiesen Text in deutsch anzeigenViews this text in english

Facebook Twitter Dieser Artikel auf Ihr Facebook-Profil posten oder twittern

Krupp-Park Essen –
eines der größten innerstädtischen Revitalisierungsprojekte

Auf dem Gelände der ehemaligen Kruppschen Gussstahlwerke in Essen ist eine neue Freizeit- und Erholungslandschaft entstanden, die im August 2009 mit einem großen Bürgerfest eröffnet wurde. Die Bepflanzung des nördlichen Krupp-Parks hat die Stiftung „Lebendige Stadt“ mit 150.000 Euro unterstützt. Damit wurden rund 18.000 Bäume und Sträucher finanziert, die den Park zur grünen Lunge der Innenstadt machen.



Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender: „Für die Stiftung ist dieses Projekt gleich aus zwei Gründen ein Best-practice-Beispiel. Zum Einen suchen immer mehr Städte nach sinnvollen Nachnutzungen für innerstädtische Brachflächen. Dort, wo neue Bebauungen wirtschaftlich nicht sinnvoll sind, könnten innerstädtische Park- und Waldflächen nicht nur Luft und Klima positiv beeinflussen und als attraktive Freizeitflächen dienen, sondern auch umliegende Quartiere nachhaltig aufwerten. Zum Zweiten hat die Stadt Essen intelligente Konzepte entwickelt, um die Schaffung des Krupp-Parks trotz leerer öffentlicher Kassen zu ermöglichen. So wurden die Hügel aus dem Aushub einer Großbaustelle modelliert und Beschäftigungsträger und Schülerprojekte haben bei der Realisierung mitgewirkt.“



Auf einer Fläche von 22 Hektar - der Größe von 27 Fußballfeldern - entsteht mitten in Essen ein neues Naherholungsgebiet. Von Liegewiesen, Kinderspielplätzen über Grillmöglichkeiten hin zu Sport- und Aktionsflächen bietet der Krupp-Park alles, was der Erholung gestresster Großstadtmenschen dienlich ist. Ein Skatepark mit betoniertem, welligem Untergrund schafft Freizeitmöglichkeiten für Inlineskater, Skateboard-Fahrer und BMX-Radfahrer. Hauptattraktion ist der neu angelegte Krupp-See, der ausschließlich aus Regenwasser gespeist wird. Diese neue Park- und Waldfläche wird Luft und Klima positiv beeinflussen und Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum bieten. Den Entwurf dazu lieferte das Duisburger Büro Kipar-Landschaftsarchitekten (KLA).



Nahezu 200 Jahre war die Brachfläche, auf der früher einmal die Kruppschen Gussstahlwerke standen, für die Öffentlichkeit nicht nutzbar und hat den Stadtteil Altendorf von der Innenstadt abgeschnitten. Durch die Ausgestaltung zu einem Hügelpark findet ein Lückenschluss in Verbindung mit dem neu entstandenen Berthold–Beitz-Boulevard und dem entstehenden ThyssenKrupp Quartier statt und die Nutzung für Wohnen, Wirtschaft, Kultur und Erholung wertet den Stadtteil auf. Die Fertigstellung des zweiten Krupp-Park-Abschnitts folgt.


Foto: Peter Prengler, Presse- und Kommunikationsamt Essen


Foto: Peter Wieler, Essen Marketing GmbH

>> Projektseite Krupp Park

Die Stiftung hat insbesondere für ihre „außerordentlichen Leistungen zur Förderung des innerstädtischen Grüns“ vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. die „Silberne Landschaft 2008“ verliehen bekommen.