Krupp-Park Essen –
eines der größten innerstädtischen
Revitalisierungsprojekte
Auf dem Gelände der ehemaligen
Kruppschen Gussstahlwerke in Essen ist eine neue
Freizeit- und Erholungslandschaft entstanden, die
im August 2009 mit einem großen Bürgerfest
eröffnet wurde. Die Bepflanzung des nördlichen
Krupp-Parks hat die Stiftung „Lebendige Stadt“ mit
150.000 Euro unterstützt. Damit wurden rund 18.000
Bäume und Sträucher finanziert, die den Park zur
grünen Lunge der Innenstadt machen.

Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender: „Für die
Stiftung ist dieses Projekt gleich aus zwei
Gründen ein Best-practice-Beispiel. Zum Einen
suchen immer mehr Städte nach sinnvollen
Nachnutzungen für innerstädtische Brachflächen.
Dort, wo neue Bebauungen wirtschaftlich nicht
sinnvoll sind, könnten innerstädtische Park- und
Waldflächen nicht nur Luft und Klima positiv
beeinflussen und als attraktive Freizeitflächen
dienen, sondern auch umliegende Quartiere
nachhaltig aufwerten. Zum Zweiten hat die Stadt
Essen intelligente Konzepte entwickelt, um die
Schaffung des Krupp-Parks trotz leerer
öffentlicher Kassen zu ermöglichen. So wurden die
Hügel aus dem Aushub einer Großbaustelle
modelliert und Beschäftigungsträger und
Schülerprojekte haben bei der Realisierung
mitgewirkt.“

Auf einer Fläche von 22 Hektar - der Größe von 27 Fußballfeldern
- entsteht mitten in Essen ein neues Naherholungsgebiet. Von Liegewiesen,
Kinderspielplätzen über Grillmöglichkeiten hin zu Sport- und Aktionsflächen
bietet der Krupp-Park alles, was der Erholung gestresster Großstadtmenschen
dienlich ist. Ein Skatepark mit betoniertem, welligem Untergrund schafft
Freizeitmöglichkeiten für Inlineskater, Skateboard-Fahrer und BMX-Radfahrer.
Hauptattraktion ist der neu angelegte Krupp-See, der ausschließlich aus
Regenwasser gespeist wird. Diese neue Park- und Waldfläche wird Luft und Klima
positiv beeinflussen und Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum bieten. Den
Entwurf dazu lieferte das Duisburger Büro Kipar-Landschaftsarchitekten (KLA).

Nahezu 200 Jahre war die Brachfläche, auf der früher einmal die Kruppschen
Gussstahlwerke standen, für die Öffentlichkeit nicht nutzbar und hat den
Stadtteil Altendorf von der Innenstadt abgeschnitten. Durch die Ausgestaltung zu
einem Hügelpark findet ein Lückenschluss in Verbindung mit dem neu entstandenen
Berthold–Beitz-Boulevard und dem entstehenden ThyssenKrupp Quartier statt und
die Nutzung für Wohnen, Wirtschaft, Kultur und Erholung wertet den Stadtteil
auf. Die Fertigstellung des zweiten Krupp-Park-Abschnitts folgt.

Foto: Peter Prengler, Presse- und Kommunikationsamt Essen

Foto: Peter Wieler, Essen Marketing GmbH
>> Projektseite Krupp Park
Die Stiftung hat insbesondere für
ihre „außerordentlichen Leistungen zur Förderung des innerstädtischen Grüns“ vom
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. die „Silberne
Landschaft 2008“ verliehen bekommen.
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