Lebendige Stadt
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Der neu gestaltete Nikolaikirchhof in Leipzig

     
     

Friedensgebete und Montagsdemonstrationen haben die Leipziger Nikolaikirche weltweit zum Sinnbild für die friedliche Revolution von 1989 werden lassen. Mit Unterstützung der Stiftung „Lebendige Stadt“ und der Deka Immobilien Investment GmbH wurde der Kirchhof vor St. Nikolai für 350.000 Euro zu einem Ort der Besinnung umgestaltet.

Kernstücke der Neugestaltung sind – ergänzend zur bereits 1999 errichteten Nikolaisäule – die Lichtinstallation des Leipzigers Künstlers Tilo Schulz mit farbigen Lichtwürfeln sowie ein von David Chipperfield (London) entworfener Granit-Brunnen. Beide Gestaltungselemente gingen aus einem Wettbewerb hervor, den die Kulturstiftung Leipzig zusammen mit der Stadt Leipzig und der Stiftung „Lebendige Stadt“ ausgelobt hatte.


 
Nikolaikirche
 
Die Schale des Brunnens ist aus Lausitzer Granit gefertigt und hat einen Durchmesser von 3,30 Meter. Der Brunnen ist in einem eleganten und einfachen Stil gehalten und soll den Kirchhof vor St. Nikolai das ganze Jahr über als Ort der Kommunikation und Ruhe erlebbar machen.
 
 
Das Prinzip des Lichtkunstwerks: 150 Pflastersteine auf dem Kirchhof wurden durch farbige Lichtwürfel ersetzt, die in der Abenddämmerung im Abstand von je einer Minute nacheinander zugeschaltet werden. Nach 150 Minuten leuchten alle Würfel rot, grün oder blau – die Farben bestimmt ein Zufallsgenerator. Die Lichtinstallation symbolisiert das langsame Aufbauen friedlicher Versammlungen.
 
Die Stiftung „Lebendige Stadt“ unterstützt dieses Projekt mit 350.000 Euro.
   
Alexander Otto, Vorsitzender des Kuratoriums der "Lebendigen Stadt" bei seiner Ansprache zur Einweihung des neugestalteten Platzes.