Stiftung „Lebendige Stadt“ finanziert „Notenwand“
des Projektes Leipziger Notenspur
Die Stiftung „Lebendige Stadt“
stellt für die Errichtung der „Notenwand“ 10.100
Euro zur Verfügung. Die Notenwand ist ein
Bestandteil der „Leipziger Notenspur“, die künftig
die wichtigsten Wohn- und Schaffensstätten
berühmter Komponisten in Leipzig verbinden wird.
Errichtet wird die Notenwand direkt neben der
Notenspur-Station 8 „Grafisches Viertel -
Musikverlage“ Durch das Entgegenkommen des
Pentahotels Leipzig kann die 2x3 Meter große
„Notenwand“ auf dessen Grundstück gebaut werden.
Durch die Wechselwirkung von visuellen und
akustischen Elementen lädt die von Moosbauer&Huennerkopf
gestaltete „Notenwand“ zum spielerischen Entdecken
von Musik ein. Informationen und Klangbeispiele
zur Entwicklung der Notenschrift werden durch
musikalische Rätsel ergänzt. So können Antworten
gefunden werden auf ernsthafte und heitere Fragen,
z.B. „Wie warm ist das wohltemperierte Klavier?“
Die Neugier der Großen wird im oberen Wandbereich
geweckt. „Kinder, Kleingroße und ganz Schlaue“
finden ihre Rätsel im unteren Wandbereich und
werden dabei von „Toni“, dem Ton-Maskottchen,
unterstützt.

Mit der Darstellung der Entwicklung der
Notenschrift erinnert die „Notenwand“ an die im
zweiten Weltkrieg zerstörten Musikverlage des
grafischen Viertels, die Leipzig im 19.
Jahrhundert zum weltweiten Zentrum des
Musikverlagswesens werden ließen. Integrierte
Lautsprecher lassen die Notenbeispiele zum Klang
werden. Selbst Braille-Blindennotenschrift findet
sich an der „Notenwand“. Sie sensibilisiert für
die Bedeutung von Musik im Leben von Menschen mit
Sehbehinderungen.
Dr. Tatjana Böhme-Mehner, die als
Musikwissenschaftlerin maßgeblich an der
Aufbereitung der Notenbeispiele beteiligt war,
meint: „Die Notenwand bietet allen die Chance, in
die Welt der Musik einzudringen, unabhängig von
sozialer Herkunft und musikalischer Vorliebe.
Texte, Beispiele, Rätsel und Entdeckeraufgaben
sind so gestaltet, dass sie Neugierige mit ganz
unterschiedlicher musikalischer Vorbildung
ansprechen. Schön wäre es, wenn die Notenwand so
auch eine integrative Wirkung hat. Immerhin muss
niemand eine Hemmschwelle überwinden, wie sie eine
Konzert- oder Museumskasse darstellen könnte.“
Auch die dem Restaurant des Pentahotels zugewandte
Fläche ist im Notenspur-Design gestaltet und lockt
die Hotelgäste mit interessanten Fragen zur
musikalischen Entdeckungstour. Hoteldirektor Veit
König freut sich, dass die Notenspur an seinem
Haus Station macht: „Die Notenspur stellt eine
weitere touristische Attraktion dar, die das
kulturelle Erbe unserer Stadt auf eine
beschwingte, unterhaltsame Weise näher bringt.“
Nicht nur die Leipziger sind Nutznießer, sondern
auch die Tourismuswirtschaft profitiert vom
Notenspur- Projekt.
Die „Notenwand“ bringt das Anliegen des
Notenspur-Projektes beispielhaft zum Ausdruck,
Musik und deren Geschichte generationsübergreifend
erlebbar zu machen. Durch das Zusammenspiel von
Wegeleitsystem und Musikerlebnis-Leitsystem wird
Musik so in den öffentlichen Raum gebracht, dass
sowohl musikbegeisterte Spezialisten als auch
Gelegenheitshörer und musikalische Laien zu
Spurensuchern und Entdeckern der Musikgeschichte
Leipzigs werden.
Durch die generationsübergreifende Gestaltung
passt die „Notenwand“ außerdem gut zum Motto des
Innenstadt-Spielraumkonzeptes „Spielen am Wege“.
Innerhalb des Verkehrsringes um das „Zentrum“
können die Anliegen von Notenspur-Initiative und
SpielRaum-Konzept gebündelt werden. Mit der
„Notenwand“ wird der Anspruch bespielbaren
öffentlichen Raumes über diese Grenze hinaus in
die innere Ostvorstadt hineingetragen, was die
Stadtplaner wegen der dortigen
Entwicklungsdefizite besonders zu schätzen wissen.
Nicht zuletzt entspricht die „Notenwand“ dem
Anliegen der Stiftung „Lebendige Stadt“, die sich
dafür einsetzt, die Wiederbelebung von
Kulturwerten mit Aspekten der Stadtentwicklung zu
verbinden und die Städte durch Aufwertung
öffentlicher Räume und Förderung kultureller
Vielfalt lebenswerter zu machen. Das besondere
Kennzeichen des Notenspur-Projektes, ein
kulturelles „Flaggschiff“ für andere
Entwicklungsschwerpunkte der Stadt nutzbar zu
machen, ist nachahmenswert auch für andere Städte.
Wie viele andere Teilprojekte der Notenspur wurde
die „Notenwand“ in ehrenamtlicher Tätigkeit
entwickelt. Die Projektgruppe für die
kindgerechten Notenspurangebote „Kleine Leipziger
Notenspur“ hat den größten Anteil an der
Entstehung.
Notenspur-Initiator Werner Schneider freut sich
besonders darüber, dass mit dem Engagement der
Stiftung „Lebendige Stadt“ der generations- und
spartenüberschreitende Ansatz des
Notenspur-Projektes Anerkennung findet.
Hoffnungsvoll meint er: „Manchmal sind die
Fachleute von außerhalb schneller als die eigene
Stadt. Die erfreuliche finanzielle Unterstützung
durch die Stiftung „Lebendige Stadt“ wird Leipzig
anspornen, das eigene Engagement zu verstärken“.
Nähere Auskünfte:
Leipziger Notenspur-Initiative
Ltr. Leipziger Notenspur-Initiative
Prof. Dr. Werner Schneider
e-mail:
schneider@notenspur-leipzig.de
Tel.: 0341 / 97-33522 (Mo, Gastwissenschaftler
Universität Leipzig)
Tel.: 0351 / 463-33353 (Di-Fr, Hochschullehrer TU
Dresden)
Geschäftsstelle
c/o Universität Leipzig, Inst. f. Stadtentwicklung
u. Bauwirtschaft
Grimmaische Str. 12, 04109 Leipzig
e_mail:
luckmann@notenspur-leipzig.de
Tel.: 0341 / 9733741
www.notenspur-leipzig.de
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