Stiftung Lebendige Stadt
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Rede von Matthias Platzeck, Ministerpräsident Brandenburg, anlässlich der Stiftungsratssitzung der Stiftung "Lebendige Stadt" am 26. März 2004 in Frankfurt/Main

"Wiederaufbau von Kulturdenkmälern in Potsdam am Beispiel des Belvedere auf dem Pfingstberg“

 
In Ihrer Einladung zur heutigen Stiftungsratssitzung baten Sie mich, verehrter Herr Otto, über Potsdam zu sprechen.
Ein Wunsch, dem ich gerne nachkomme! Schließlich bin ich mit Potsdam geradezu verwachsen, zumindest biografisch.
Ich bin in Potsdam geboren, habe den Großteil meiner Jugendjahre hier verbracht und noch dazu hat das Schicksal mir das Glück beschert, dort einige Jahre als Oberbürgermeister wirken und auch in meinem momentanen Amt die Geschicke Brandenburgs von Potsdam aus beeinflussen zu dürfen.
Viel intensiver kann die Bindung an einen Ort nicht sein.
"Als wär´s ein Stück von mir" - dieses berühmte Zuckmayer-Wort trifft sehr gut mein Empfinden in Bezug auf meine Heimatstadt, eine der schönsten Städte Deutschlands überhaupt.
Unsere heutige Zusammenkunft gibt mir zugleich die Gelegenheit, Dank zu sagen an alle Spender, die die Stiftung "Lebendige Stadt" bislang so großzügig unterstützt haben.
Mein Dank gilt zudem allen Verantwortlichen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung für ihren Einsatz.
Als Mitglied des Stiftungsrates verfolge ich mit großem Interesse ihre Arbeit und bin beeindruckt von der professionellen Umsetzung, den spannenden Ideen und der inzwischen erreichten Anzahl an Projekten.
Nach wie vor bin ich begeisterter Anhänger der Stiftungsidee.
Ich hoffe sehr, dass das Beispiel der "Stiftung lebendige Stadt" Nachahmer findet, denn die öffentliche Hand wird auch mittelfristig nicht mehr als das Nötigste im Bereich des Städtebaus finanzieren können.
Dringend notwendige Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten oder wenigstens den Erhalt sichernde Maßnahmen an Gebäuden, Denkmälern oder besonders beliebten Plätzen werden auch weiterhin zugunsten dringlicher kommunaler Aufgaben verschoben werden müssen.
Die Folgen sind fatal.
Viele Bauwerke sind dem Verfall preisgegeben, was wiederum die Wohn- und Lebensqualität der Menschen beeinträchtigt und im schlimmsten Fall zusätzlich die Abwanderung fördert.
In ostdeutschen Städten ein leider verbreitetes Phänomen. Hinzu kommt der unersetzliche Verlust an historischer Bausubstanz und damit an kultureller Identität.
Die Stiftung "Lebendige Stadt" stemmt sich gegen diese Entwicklung und hat sich der Rettung des Lebensraums Stadt verschrieben.
Leider können wir dieses ehrgeizige, lohnende Ziel nur punktuell verwirklichen. Dennoch: Der Erfolg gibt uns Recht!
"Dort aber öffnet sich dem Auge eine wahrhaft wundervolle Umschau; es ist unstreitig die reichste und herrlichste in den Umgebungen Potsdams", so schwärmte schon 1855 der Schriftsteller Carl Ludwig Häberlin nach einem Besuch des Belvedere auf dem Potsdamer Pfingstberg.
Damals dominierte beim Blick über die Potsdam-Berliner Kulturlandschaft das Grün der herrlichen Park- und Schlossanlagen und das Glitzern der Wasserflächen von Havel und Seen.
150 Jahre später ist das Panorama, das sich dem Besucher präsentiert, nicht weniger atemberaubend, durchsetzter mit Bauten natürlich, aber immer noch wunderbar grün.
Die Höhenzüge nahe Potsdam, die weitläufigen Havelufer Richtung Nedlitz, dann Sacrow, der neue Garten, die Pfaueninsel, Klein-Glienicke, Babelsberg bis hinüber nach Berlin - wer das Belvedere besucht, kann sich nur schwer losreißen.
Ein Blick tut sich hier auf, der auf eindrückliche, unvergessliche Weise das Verständnis für die Struktur dieser Kulturlandschaft fördert und die dort verwirklichte städtebauliche Harmonie zu Tage treten lässt.
Zu DDR-Zeiten kam vor der Schönheit die Sicherheit und die schien durch die exponierte Lage des Belvedere bedroht.
Denn von dort oben konnte man den Bereich der Grenzanlagen ebenso einsehen wie die Kasernen der Roten Armee und des KGB-Städtchens, der Zentrale des sowjetischen Geheimdienstes in der DDR.
Der Pfingstberg war deshalb verbotenes Terrain. Den vielen traurigen Kapiteln sozialistischer Denkmalpflege wurde auf diese Weise ein weiteres hinzugefügt.
Das Belvedere und der etwas unterhalb stehende Pomonatempel, ein Frühwerk Schinkels, verkamen zu Ruinen, wurden von Russen und Deutschen mehrfach demoliert und angezündet, die Garten- und Parkanlagen gingen zugrunde.
Linientreue Publizisten sahen darin freilich alles andere als einen schmerzlichen Verlust.
Noch 1988 beschrieb Waltraud Volk das Belvedere abwertend als "dekorative Baukulisse ohne Zweckbestimmung und Nutzungsmöglichkeit".
Genau, möchte man hinzufügen, seine wichtigste Bestimmung war es, wunderschön zu sein.
Der Blick vom Pfingstberg über die Havellandschaft und aus der Stadt auf den Berg hatte König Friedrich Wilhelm IV. wohl schon lange fasziniert und als architektonische Herausforderung gereizt.
Die Vorstellung, von dort bei einer Tasse Tee in geselliger Runde auf die Schlösser und Gärten schauen zu können und die Landschaft um ein weiteres Kunstwerk zu bereichern, war mehr als verlockend.
Dies umso mehr als der architekturbegeisterte König von seinen Italienreisen viele Anregungen für seine Verschönerungspläne für Potsdam mitgebracht hatte.
Letztlich wurde auf dem Pfingstberg nur ein Bruchteil der ursprünglichen Pläne eines Renaissance inspirierten Höhenschlosses verwirklicht.
Was heute noch an Bauten existiert, wurde zwischen 1847 und 1863 errichtet. Grundlage waren die Skizzen des Königs.
Die weitere Bearbeitung übernahmen die Architekten Ludwig Persius, Ludwig Ferdinand Hesse und Friedrich August Stüler.
Entstanden ist gleichsam die Krone der Schlösser- und Gärtenlandschaft.
Von keinem Punkt aus lassen sich besser der besondere Reiz, die Schönheit und der Reichtum dieser zum Weltkulturerbe zählenden Landschaft begreifen.
Die Wiederauferstehung des Belvedere und damit die Möglichkeit, das Erlebnis dieses Ausblicks wieder genießen zu dürfen, verdanken die Potsdamer und ihre Gäste einer großartigen Wiederaufbauarbeit, die kurz vor der Wende begann und heute fast abgeschlossen ist.
Erste Aufräumarbeiten, die die Grundzüge der Gartengestaltung wieder sichtbar machten, erfolgten schon 1988 durch die Mitglieder des Pfingstberg e.V..
Zwar waren um 1991 schon Erfolge der Instandsetzungsarbeiten sichtbar.
Zugleich war allen Beteiligten jedoch klar, dass angesichts der immensen zu erwartenden Restaurationskosten die komplette Sanierung, wenn überhaupt, erst in ferner Zukunft zu verwirklichen sein würde.
Weder die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten als Eigentümer der Anlage, noch die Stadt Potsdam, das Land Brandenburg, geschweige denn der Pfingstberg-Verein verfügten über entsprechende Mittel.
Abgeschrieben war die Wiederherstellung des Pfingstberg-Ensembles dennoch nicht.
Neue, enorme Schubkraft erhielt das Projekt dann durch die Bereitschaft der Stiftung Hermann Reemtsma, die Sicherung der Reste des Pomonatempels und die Rekonstruktion der verlorenen Teile in Angriff zu nehmen.
Damit war auch die Öffentlichkeit auf die große Aufgabe aufmerksam gemacht und dem gesamten Vorhaben eine erste kräftige Finanzspritze verabreicht worden.
Für die Arbeit des Pfingstberg e.V. wie für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten ein echter Segen, denn diese großzügige Spende zog weitere nach sich.
Durch das gedeihliche Zusammenwirken vieler Kräfte konnte dann aus der einstigen Vision schrittweise Realität werden.
Drei Personen waren maßgeblich an dem Durchbruch beteiligt:
Wieland Eschenburg, Vorsitzender des Pfingstberg-Vereins, Prof. Giersberg, damaliger Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, und die ehemalige brandenburgische Finanzministerin Wilma Simon.
Ihnen gelang es, neben Hermann Reemtsma auch Dr. Werner Otto für die Rekonstruktion zu begeistern.
Seit 1997 konnten die Instandsetzungsarbeiten ohne größere Unterbrechungen erfolgen.
Über 11 Millionen Euro, vorwiegend aus privaten Mitteln, wurden bis heute in dieses großartige Projekt investiert.
Den weitaus größten Teil davon stellte Dr. Werner Otto zur Verfügung.
Für seine Großzügigkeit und seine Leidenschaft für die Potsdamer Kulturdenkmälern sei Herrn Dr. Otto auch von dieser Stelle aus einmal mehr herzlich gedankt.
2001 und 2003 konnten der West- und der Ostturm als wesentliche Schritte zur Wiederherstellung der Gesamtanlage der Öffentlichkeit übergeben werden.
Zur Zeit erfolgt die Sanierung der östlichen und westlichen Flügelmauern. Für deren endgültige Fertigstellung nach 15jähriger Wiederaufbauarbeit fehlen noch rund 300.000 Euro.
Eine gewaltige Gemeinschaftsleistung geht damit ihrer Vollendung entgegen.
Die Wiederherstellung des Pfingstbergs mit dem Belvedere ist als Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements in der Denkmalpflege Brandenburgs einzigartig.
Durch das Zusammenwirken privater und öffentlicher Vereine, Personen und Institutionen wurde hier eine Aufbauarbeit geleistet, die zur Recht gerühmt und ausgezeichnet wird.
Der Pfingstberg-Verein mit seinen 60 aktiven Mitgliedern erfuhr stellvertretend hohe Anerkennung, indem der Vereinsvorsitzende mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.
Erst vor wenigen Wochen ist es uns dann noch endlich gelungen, Dr. Hermann Reemtsma mit der Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Potsdam zu ehren.
Es brauchte erhebliche Überredungskünste, um diese Würdigung zu arrangieren, da Dr. Reemtsma jede Form von öffentlicher Ehrung scheut.
Ähnlich kompliziert stellte sich die Situation im Falle unseres anderen großen Mäzens, Herrn Dr. Otto, dar.
Ihm eine auch nur annähernd angemessene Ehrung zukommen zu lassen war mir und vielen anderen Persönlichkeiten ein Herzensanliegen.
Da er jedoch schon so viele Auszeichnungen erhielt, lässt sich diesen vielen Ehrungen fast keine mehr hinzuzufügen.
So wie ich Herrn Dr. Otto kennen gelernt habe, muss Dank nicht mit Orden und Preisen ausgedrückt werden.
Ich bin überzeugt, dass die am 25. Juni vergangenen Jahres in Anwesenheit des Bundespräsidenten erfolgte Übergabe des Ostturms des Belvedere für Herrn Dr. Otto ein Glücksmoment der besonderen Art war, den er jeder öffentlichen Ehrung vorzog.
Hunderttausende von Einheimischen und Besuchern haben seit der Wiedereröffnung das Belvedere besucht und wie einst König Friedrich Wilhelm IV. den Blick schweifen lassen.
Diese überwältigende öffentliche Resonanz auf die Fertigstellung des Gemeinschaftswerks ist für Herrn Dr. Otto, Herrn Dr. Reemtsma wie für alle anderen großen und kleinen Spender eine wunderbare Bestätigung, zu etwas ganz Besonderem einen wertvollen Beitrag geleistet zu haben.
Das Belvedere zählt heute zu den beliebtesten Attraktionen der Stadt und steht den Schlössern Sanssoucis, Neuem Palais und Cecilienhof hinsichtlich der Besucherzahlen kaum nach.
Eine Tatsache, die wir zuallererst dem politischen Umbruch vor 13 Jahren zu verdanken haben.
Denn wie hieß es noch bei der oben zitierten Waltraud Volk: der Bau sei eine nutzlose, unfertige Baukulisse.
Und tatsächlich schienen die durch den Verfall verursachten Schäden zunächst irreparabel. Wir sind überglücklich, dass diese Analyse falsch war.
In all den Jahren des Wiederaufbaus gab es angesichts der enormen Summen, die hier zum Einsatz kamen, auch nachdenkliche Stimmen.
Ich empfinde es als völlig legitim, ja interessant und wichtig, die Motive für solche Projekte zu hinterfragen.
Ist diese großartige Gemeinschaftsleistung nun Ausfluss reiner Liebhaberei, ist sie Ausdruck eines grenzenlosen Idealismus oder drückt sich darin sentimentale Identifikation mit der Vergangenheit aus?
Ich denke, dass solche Empfindungen bei manchen Spendern sicher mehr oder weniger ausgeprägt eine gewisse Rolle gespielt haben mögen.
Für mich ist dieses wiedererstandene Baudenkmal ein Symbol für die Identifikation der Bürger mit ihrer Geschichte.
Zu DDR-Zeiten war eine solche Identifikation alles andere als salonfähig und wurde staatlicherseits nur geduldet.
In kontrollierten gesellschaftlichen Nischen behauptete sich dennoch diese Form von aktivem geschichtlichem Bewusstsein.
An mehreren Orten der DDR engagierten sich Bürgerinnen und Bürger und versuchten etwas gegen den schleichenden Verfall der historischen Bausubstanz zu tun.
Solche Initiativen setzten sich für die Rettung der stark gefährdeten Altstädte von Stralsund bis Bautzen ein, engagierten sich für den Erhalt bzw. Wiederaufbau von kriegsbeschädigten historischen Gebäuden wie dem des Dresdener Schlosses oder protestierten einsam gegen den Abriss der Garnisonkirche in Potsdam oder der Universitätskirche in Leipzig.
Rückbesinnung dieser Art schuf Halt und Orientierung in einem staatlichen Umfeld, das stets versuchte, Geschichte für den Machterhalt zu vereinnahmen.
Ein Umfeld, das Identifikation nur in Bezug auf die Staatsdoktrin und die politische Ideologie guthieß, und daher bürgerschaftliches, schlecht zu kontrollierendes oder gar unabhängiges Engagement ablehnte.
Die schwierigen Rahmenbedingungen ließen nur sehr bescheidene Erfolge zu.
Meist gelang es lediglich, den weiteren Verfall zu stoppen oder die Bevölkerung für den drohenden Verlust historischer Bausubstanz zu sensibilisieren.
So bescheiden die Ergebnisse auch gewesen sein mögen, so waren sie doch wichtige Demonstrationen eines sich gegen alle Ideologie behauptenden Bürgersinns.
Ein Bürgersinn, der nach der Wende das Fundament bildete für öffentlich anerkanntes bürgerschaftliches Engagement.
Schönster Ausdruck ist das Belvedere auf dem Pfingstberg.
Dieser Einsatz von Bürgern für ihr städtisches Lebensumfeld, für Einzeldenkmale oder andere Kulturgüter sind ein unverzichtbarer, wertvoller Bestandteil einer lebendigen Bürgergemeinschaft.
Dabei ist nicht das geförderte Projekt von herausragender Bedeutung, sondern die mit dem Engagement verbundene Vorbildfunktion.
Denkmalpflege und Denkmalschutz sind gesetzlich anerkannte Ziele unseres Gemeinwesens und Aufgaben des Staates.
Der Staat kann jedoch nicht alles leisten. Denkmalschutz bedarf deshalb auch des Einsatzes der Bürger, um den Erhalt unserer Denkmale in Stadt und Land zu schützen.
Die Tatsache, dass die öffentlichen Kassen leer sind und der Staat deshalb auf private Geldgeber angewiesen ist, ist jedoch nur ein Argument für bürgerschaftliches Engagement.
Ein mindestens ebenso wichtiges Motiv ist die Freude und Befriedigung an dem gemeinsam verwirklichten Projekt.
Potsdam wie viele andere ostdeutsche Städte bietet auf unabsehbare Zeit noch eine Fülle an Betätigungsmöglichkeiten für spendierfreudige Liebhaber schöner Architektur.
Wir haben viel erreicht, das wird jeder bestätigen können, der einen Spaziergang durch die Stadt macht.
Dennoch gilt es noch eine ganze Reihe dringlicher Erhaltungsmaßnahmen vorzunehmen, um den Bewohnerinnen und Bewohnern und den vielen Gästen den Reichtum der einzigartigen Architekturzeugnisse zu erhalten und diese den Bürgerinnen und Bürgern zurück zu geben.
Schließlich lässt sich in Potsdam wie an kaum einem anderen Ort sowohl die europäische Architekturgeschichte wie auch die Entwicklung der Landschafts- und Stadtplanung vom 17. bis zum 20. Jahrhundert studieren und bewundern.
So wie in Potsdam Impulse vieler Kulturströmungen aufgegriffen und umgesetzt wurden, so wäre zu wünschen, dass auch von der Wiederherstellung des Pfingstbergs ein Impuls ausgeht.
Eine Ermutigung, dass sich Eigeninitiative in jeder Hinsicht lohnt und auch die kleinste Initiative die nötigen Kräfte freisetzen kann, um beispielsweise ein bedrohtes oder beschädigtes Denkmal zu retten.
Friedrich Wilhelm IV. bezeichnete seine Architekturskizzen als "Sommernachtstraum".
Mit der Wiederherstellung des Belvedere wurde sein Traum zum zweiten Mal Wirklichkeit.
Ob Belvedere, Stiftung "Lebendige Stadt" oder vergleichbare Projekte - es sind die vielen privaten Förderer und Mäzene, denen unsere Gesellschaft viel verdankt.
Ohne ihre Mithilfe wären viele Projekte im sozialen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Bereich undenkbar.
Einmal mehr zeigt das Potsdamer Beispiel, dass sich eine lebendige Demokratie nicht in funktionierenden staatlichen Institutionen erschöpft.
Im Hinblick auf bürgerliches Engagement können wir noch viel von der lebhaften amerikanischen Zivilkultur lernen.
Umso mehr freue ich mich über die hoffnungsvollen Ansätze und die Tatsache, dass Potsdam eine ganze Reihe von Freunden und Förderern hat, die mit ihrem privaten Vermögen gemeinnützige Ziele unterstützen.
Schönes zu erhalten und Sinnvolles zu fördern, das ist das Anliegen von Menschen wie Werner Otto, Hermann Reemtsma, Günter Jauch, Hasso Plattner oder Wolfgang Joop, aber eben auch von den vielen unbekannteren Spendern, die aus den gleichen Beweggründen Geld beisteuern.
In diesem Sinne wünsche ich nicht nur den noch anstehenden denkmalpflegerischen Maßnahmen in Potsdam, sondern auch den verschiedenen Projekten der Stiftung "Lebendige Stadt" viele begeisterte Gönner und Unterstützer.

Ich danke Ihnen.