Lebendige Stadt
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Preisverleihung im Alten Rathaus München

STIFTUNG "LEBENDIGE STADT"
20.000 Mark für Platzgestaltung in Potsdam

Im Beisein von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude und Bayerns Innenminister Dr. Günther Beckstein hat die Stiftung "Lebendige Stadt" am 11. Dezember im Alten Rathaus München ihren mit 20.000 Mark dotierten Preis für die "Gestaltung städtischer Plätze" verliehen.


Wes & Partner, Platz der Einheit, Potsdam
Die Wahl der Jury, unter dem Vorsitz von Christoph Ingenhoven, fiel auf die Hamburger Landschaftsarchitekten Wes & Partner. Mit ihrem bereits realisierten Konzept für den Platz der Einheit in Potsdam konnten sie sich im Rennen um den begehrten Preis unter rund 300 Bewerbungen und etwa 170 eingereichten Arbeiten als eindeutige Gewinner behaupten. "Die Gestaltung für den Platz der Einheit besticht durch seine große Einfachheit und Klarheit", so das Urteil von Alexander Otto (Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung "Lebendige Stadt") und Dr. Andreas Mattner (Stiftungs-Vorstandsvorsitzender).

Fünf weitere Platzgestaltungen erhielten eine lobende Anerkennung. Dazu zählen neben einem weiteren Konzept von Wes & Partner in Greifswald auch Platzgestaltungen in Annaberg-Buchholz, Berlin, Halle und Neu-Ulm. Sie alle würden den Städten durch sorgfältige Detailarbeit und eine gelungene Einbindung in das Gesamtbild neue Lebensqualität und Nutzungsmöglichkeiten verleihen.


 Wes & Partner, Platz der Einheit, Potsdam

Besonders erfreut war die Jury über die Einsendung einer Schülerklasse aus Aschaffenburg. "Mit der Gestaltung des Brentanoplatzes haben die Schüler gezeigt, wie groß die Bereitschaft in der Bevölkerung ist, sich für die Gestaltung der Städte zu engagieren. Genau das ist das Ziel der Stiftung ,Lebendige Stadt'", sagt Ingenhoven. Neben ihm waren in der Jury auch namhafte Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Ingeborg Flagge (Direktorin Deutsches Architekturmuseum), Jens Friedemann (FAZ-Redakteur), Dr. Roland Gerschermann (Geschäftsführer Societätsverlag), Prof. Dr. Ing. Gerhard Glaser (Sächsischer Landeskonservator), Horst Haffner (Baureferent München), Hermann Henkel (Architekturbüro HPP), Friedel Kellermann (Architekturbüro RKW) und Manfred Ruge (Oberbürgermeister Erfurt) vertreten.


 Wes & Partner, Platz der Einheit, Potsdam

In der gemeinnützigen Stiftung "Lebendige Stadt" haben sich im Sommer 2000 erstmals in Deutschland Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammengeschlossen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt der europäischen Städte zu fördern. Zu den bereits realisierten Kulturprojekten der Stiftung zählen die viel beachteten Illuminationen der Hamburger Speicherstadt und der Hochofenanlage im saarländischen Neunkirchen. Außerdem organisierte die Stiftung einen bundesweiten "Tag der lebendigen Stadt", an dem in 39 Städten Bepflanzungen im öffentlichen Raum gefördert wurden und Zehntausende Bürger Patenschaften für öffentliches Grün übernahmen. Zum Innovationskongress "Die Stadt als Bühne" kamen im September in Düsseldorf über 250 Künstler und Kommunenvertreter zusammen und entwickelten neue Ideen zur künstlerischen Gestaltung lebendiger Städte. Auch eine Forschungsarbeit an der Technischen Universität Hamburg-Harburg gehört zu Förderprojekten der Stiftung. Die wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit den "Parametern einer lebendigen Stadt".


Oberbürgermeister Christian Ude, München
Stadtbaurat Wolfgang Baumann, Stadtplanungsamt Ulm
Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Innenminister
Dipl.Ing.Jörg Oberle, Stadtplanungsamt Ulm
Anne Lüft, Maria-Ward-Realschule Aschaffenburg
Renata Rohleder, Direktorin Maria-Ward-Realschule Aschaffenburg
Prof. Hinnerk Wehberg, WES & Partner Hamburg
Gernot Schulz, Hillebrandt + Schulz-Architektur, Köln
Rose Fisch, Sanierungsträger Potsdam
Wolfgang Matschke, Kanzler der Martin-Luther-Universität Halle
Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch, Annaberg-Buchholz
Susanne Vogel, Annaberg-Buchholz
Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung
Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung (v.l.)

Fotos von der Preisverleihung können digital übermittelt werden.

Dokumentation 2001