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Galerie der Stadt-Visionen
Viele tausend Menschen in ganz
Deutschland griffen am "Tag der lebendigen
Stadt" zu Stift und Pinsel und malten ihre
urbanen Visionen.
Lebendig, bunt und fantasievoll – so gestalteten
Künstler, Prominente, Politiker, Schulklassen,
Kindergartengruppen und Passanten ihre Kunstwerke
zum Thema "Stadt der Zukunft". Auf Initiative
der Stiftung "Lebendige Stadt" entstanden
so bundesweit in 43 Kommunen öffentliche
Bildergalerien. Den Abschluss dieser bisher
einzigartigen Bürger-Kunstaktion
bildete eine der größten Freiluft-Ausstellungen
in Berlin. Dort waren vom 13. bis 19. August 2002
mehr als zweitausend gemalte Stadtvisionen als
so genannte City-Light-Plakate in Leuchtvitrinen
zu
bewundern – am Ku’damm ebenso wie am
Potsdamer Platz, am Alexanderplatz oder am Flughafen
Tegel. Unterstützt wurde das Kunst-Happening
von der Berliner Wall AG, die beleuchtete Plakatflächen
im Wert von über einer viertel Million Euro
kostenlos zur Verfügung stellte.
"Die Stiftung ,Lebendige Stadt' möchte
mit der Initiative ,Stadt der Zukunft' eine öffentliche
Diskussion über urbane Zukunftskonzepte anstoßen",
so Kuratoriumsvorsitzender Alexander Otto, der die
Stiftungsinitiative im Hamburger Rathaus zusammen
mit Hamburgs Kultursenatorin Dr. Dana Horáková der
Öffentlichkeit vorstellte. Zu den Prominenten,
die sich an der Aktion beteiligen, gehört auch
die Schauspielerin Heidi Kabel. "Ich male leidenschaftlich
gern, aber leider nicht gut. Daher bewundere ich
alle, die es besser können", sagte sie
an die Kinder des katholischen Kindergartens St.
Bernhard gewandt. Die Kindergartengruppe steuerte
einen ebenso fantasievollen wie kindgerechten Stadt-entwurf
zur Ausstellung bei.
Kreative Entwürfe für die Stadt der Zukunft
entstanden u.a. auch bei der Malaktion in der "Alten
Zollhalle" in Düsseldorf. Die zumeist
jungen Künstler malten ihre Bilder alle unter
dem Motto „Grün, Grün und nochmals
Grün“. Oberbürgermeister Joachim
Erwin gestaltete auf seinem Zeichenbogen um ein
schwarzes Fragezeichen einen sonnigen Himmel und
farbenfrohe Häuser. In Saarbrücken präsentierte
die Stiftung "Lebendige Stadt" ihre Bildergalerie
im Festsaal des Rathauses. "Ich wünsche
uns allen, dass wir trotz leerer öffentlicher
Kassen in den nächsten Jahren genug Kreativität
und Mut aufbringen, unsere Städte noch attraktiver
und lebenswerter zu machen", so der saarländische
Wirtschaftsminister Dr. Hanspeter Georgi, der als
Stiftungsratsmitglied die Ausstellung in Saarbrücken
eröffnete.
Begeistert von der Kunstaktion zeigte sich auch
Bochums Museumsleiter Dr. Hans Günter Golinski:
"Die Stiftung Lebendige Stadt" denkt interdisziplinär,
sie lässt neben Fachleuten auch die zu Wort
kommen, die die lebendigen Städte nutzen, etwa
die Kinder."
Folgende Städte beteiligten sich:
Augsburg, Bad Oeynhausen, Bautzen, Bayreuth, Berlin,
Bochum, Braunschweig, Bremen, Chemnitz, Dessau,
Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt/Main,
Gelsenkirchen, Hamburg, Hamm, Hannover, Hoyerswerda,
Kassel, Köln, Koblenz, Laatzen, Leipzig, Leonberg,
Ludwigshafen, Lübeck, Lüdenscheid, Magdeburg,
München, Neu-Isenburg, Neubrandenburg, Neunkirchen,
Nürnberg, Plauen, Potsdam, Remscheid, Saarbrücken,
Schwedt, Schwerin, Siegen, Sulzbach, Wolfsburg,
Wuppertal.
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